Regelwerke und was sie bedeuten
Wer die Kosten des Schmierstoffkreises senken will, kommt mit dem Einkaufspreis am wenigsten weit. Die relevanten Posten liegen woanders – und drei davon lassen sich ohne Investition heben.
| Position | Hebel |
|---|---|
| Schmierstoff | Dosierung je Stelle statt pauschaler Menge; Überschmierung ist der häufigere Fehler |
| Kühlschmierstoff | Fremdöleintrag senken – verlängert das Wechselintervall |
| Instandhaltungszeit | Schmierung im laufenden Betrieb statt im Stillstand |
| Ersatzteile | Führungen und Lager erreichen ihre Auslegungsdauer nur bei durchgehendem Schmierfilm |
| Ungeplanter Stillstand | Überwachung statt Entdeckung am Schadensbild |
Der Rechenweg, der sich lohnt
Eine belastbare Betrachtung setzt nicht am Schmierstoff an, sondern an der Ausfallstunde. Ist der Stundensatz der Maschine bekannt, genügt eine einzige vermiedene ungeplante Stunde im Jahr, um eine Überwachung zu rechtfertigen – Druckschalter und Zyklussensor liegen deutlich darunter.
Der zweite Rechenweg führt über den Kühlschmierstoff: Neuansatz, Entsorgung und Anlagenreinigung fallen bei jedem Wechsel gemeinsam an. Wird das Wechselintervall durch weniger Fremdöl verlängert, entfällt dieser Block anteilig – ohne dass an der Zerspanung etwas geändert werden muss.
Was zuerst zu prüfen ist
- Überschmierung: tritt an den Schmierstellen Fett oder Öl aus, ist die Menge zu hoch – das kostet doppelt, am Schmierstoff und am Kühlschmierstoff
- Intervall gegen Bedarf: viele Anlagen laufen mit den Werkseinstellungen von der Inbetriebnahme
- Fehlende Rückmeldung: ohne Druck- oder Hubsignal ist eine Störung erst am Schaden erkennbar
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