
MONO Punkt-Schmierstoffgeber
Automatischer Schmierstoffgeber MONO für präzise Schmierung einzelner Schmierstellen – ideal für Maschinen, Lager und Ketten.
Technik
Technische Daten und Auswahl
Ein Einpunkt-Schmierstoffgeber ist eine vollständige Schmieranlage für genau eine Schmierstelle: Vorratsbehälter, Antrieb und Dosierung in einem Gehäuse, das direkt auf den Schmiernippel geschraubt wird. Er braucht keine Leitung, keine Steuerung und keine Energieversorgung – und ersetzt damit die Fettpresse an Stellen, die ohnehin regelmäßig vergessen werden.
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
| Füllmenge | 120 cm³ |
| Antrieb | elektrochemisch (Gasgenerator) |
| Aufgebauter Druck | max. 5 bar |
| Abgabezeitraum | 1 · 2 · 3 · 4 · 6 · 8 · 12 Monate |
| Schmierstoff | Fett bis NLGI 2 |
| Betriebstemperatur | −20…+60 °C |
| Aktivierung | Drehen der Aktivierungskappe |
| Gehäuse | Kunststoff mit Gewindeanschluss |
Quelle: Herstellerangaben DropsA, abgerufen am 31.07.2026 – MONO. Verbindlich sind die Angaben im jeweiligen Datenblatt.
Warum „elektrochemisch“ hier ein Vorteil ist
Der MONO enthält weder Feder noch Motor. Eine chemische Zelle erzeugt Gas, das einen Kolben vorschiebt und das Fett in die Schmierstelle drückt. Das hat zwei praktische Folgen: es gibt kein Bauteil, das bei Vibration ausfällt, und die Abgabe läuft gleichmäßig über den gesamten Zeitraum statt in Schüben. Der aufgebaute Druck von maximal 5 bar ist zugleich die Grenze – der Geber sitzt direkt am Lager, nicht am Ende einer langen Leitung.
Der Abgabezeitraum wird bei der Aktivierung gewählt und läuft danach selbstständig ab. Die Rechnung dahinter ist einfach: 120 cm³ auf 12 Monate sind rund 10 cm³ im Monat, auf 1 Monat entsprechend 120 cm³. Die Einstellung folgt also aus dem Bedarf der Schmierstelle, nicht aus dem gewünschten Wartungsintervall – wer zu langsam einstellt, unterschmiert für ein Jahr.
Wo sie sich rechnen
- Schwer zugängliche Lager – ein Geber kostet weniger als der wiederkehrende Aufwand, ein Gerüst zu stellen
- Stellen, die in der Wartungsliste fehlen – der häufigste Grund für Lagerschäden ist nicht falsches Fett, sondern gar keines
- Getriebe, Führungen und Ketten, die DropsA ausdrücklich als Anwendungen nennt
Die Grenze „bis NLGI 2“ ist zu beachten: bei 5 bar Systemdruck ist ein festeres Fett nicht mehr sicher förderfähig. Die Zusammenhänge dazu stehen in unserem Beitrag zu den NLGI-Klassen. Für mehrere Schmierstellen ist statt vieler Einzelgeber eine Zentralschmierung meist die günstigere Lösung.
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Wissen
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