Sensoren & Überwachungsgeräte

Drucksensoren & Druckschalter

Drucksensoren zur Überwachung des Schmierdrucks in Zentralschmieranlagen. Elektrische Signalausgabe.

Sortiment

Produkte im Überblick4

Edelstahl Zweileitung Enddruckschaltgerät

Edelstahl Zweileitung Enddruckschaltgerät

Kompaktes Edelstahlgehäuse, geeignet für zwei Zuleitungen. Schaltet zuverlässig beim Erreichen des Enddrucks in kleinen und mittleren Schmiersystemen.

Membran-Druckschalter

Membran-Druckschalter

Sensibler Membranmechanismus für präzise Druckschaltung. Ideal für Anwendungen mit feinen Druckänderungen und geringer Hysterese.

Kolben-Druckschalter

Kolben-Druckschalter

Robuster Kolbenmechanismus für hohe Drücke. Bietet stabile Schaltsignale auch unter schwankenden Betriebsbedingungen.

Druckkontrolleinheit mit Wechslerkontakt für Schmieranlagen

Druckkontrolleinheit

Einstellbar von 4,5 bis 40 bar, Wechslerkontakt 15 A bei 220 V AC. Schaltdifferenz 5 bar, Schutzart IP 54.

Technik

Technische Daten und Auswahl

Der Druckschalter ist das Bauteil, das eine Schmieranlage von „läuft“ auf „funktioniert“ hebt. Er meldet, ob der vorgesehene Systemdruck erreicht wurde – und damit indirekt, ob die Leitung dicht, der Verteiler frei und das Medium förderfähig ist. Die Bauformen unterscheiden sich erheblich, und die Auswahl entscheidet sich fast immer am zulässigen Druck und an der Kontaktbelastung.

Druckschalter von DropsA – veröffentlichte Kenndaten
BauformDruckKontaktTemperaturSchutzartAnschluss
Membran-Druckschaltermax. 300 bar zulässigmax. 42 V, 100 VA−30…+120 °CIP 54M10×1
DruckkontrolleinheitEinstellbereich 4,5–40 bar
max. 100 bar
Wechsler 15 A/220 V AC
0,25 A/250 V DC
−20…+70 °CIP 541/8″ BSP
Kolben-Druckschaltereinstellbar 20–300 bar
max. 200 bar Betrieb
5 A/220 V AC
0,2 A/220 V DC
IP 551/8″ BSP
Kolben, Wechslerausführungbis 240 barWechsler 10 A/110 V AC
0,6 A/110 V DC
−20…+70 °CIP 545/16-24 NF
Kolben, Schließer/Öffnermax. 60 bar0…+80 °CIP 6520–750 mm²/s, NLGI 000
Enddruckschaltgerät Zweileitung, Edelstahl30–330 bar250 V AC, 15 A
10⁶ Schaltspiele
−10…+85 °C2 × 1/4″ BSP

Quelle: Herstellerangaben DropsA, abgerufen am 31.07.2026 – Membran-Druckschalter · Kolben-Druckschalter · Enddruckschaltgerät INOX. Verbindlich sind die Angaben im jeweiligen Datenblatt.

Das Enddruckschaltgerät ist ein Sonderfall

Es sitzt nicht an einer Schmierstelle, sondern am Ende einer Zweileitungsanlage, und es ist kein einzelner Schalter, sondern eine Baugruppe: zwei Mikroschalter, zwei Druckeinstellventile, zwei Manometer und zwei Entlüftungsventile in einem Edelstahlgehäuse (Artikelnummer 1124459).

Seine Aufgabe folgt aus der Systemart. Eine Zweileitungsanlage schaltet um, wenn am Ende der Leitung der Solldruck erreicht ist – erst dann ist belegt, dass alle Verteiler dazwischen gearbeitet haben. Fällt der Druck unter den eingestellten Wert, gibt das Gerät Alarm oder sperrt die Maschine. Mit 30 bis 330 bar deckt es den üblichen Bereich der Zweileitungstechnik ab; die Ausführung in Edelstahl ist für Nassbereiche gedacht. Zur Systemart siehe Zweileitungssysteme.

Der Temperaturbereich trennt die Bauformen deutlicher als der Druck

Auffällig an der Tabelle ist der Membran-Druckschalter mit −30…+120 °C. Das ist ein weit größeres Fenster als bei allen anderen Ausführungen und der Grund, warum diese Bauform an heißen Aggregaten und in Außenanwendungen eingesetzt wird. Erkauft wird es mit einer geringen Kontaktbelastbarkeit: 42 V und 100 VA reichen für ein SPS-Eingangssignal, nicht für das direkte Schalten eines Schützes.

Umgekehrt schaltet die Druckkontrolleinheit 15 A bei 220 V AC über einen Wechslerkontakt und kann damit direkt in eine Steuerung eingeschleift werden. Ihre Schaltdifferenz von 5 bar ist dabei die Zahl, die bei der Auslegung zählt: der Schalter fällt erst 5 bar unterhalb des Einschaltpunkts wieder ab. Das verhindert Flattern beim Druckaufbau, bedeutet aber auch, dass Ein- und Ausschaltpunkt nicht unabhängig voneinander wählbar sind.

Zulässiger Druck ist nicht Betriebsdruck

Beim Kolben-Druckschalter stehen zwei Werte nebeneinander: ein Einstellbereich bis 300 bar und ein maximaler Betriebsdruck von 200 bar. Das ist kein Widerspruch, sondern die übliche Trennung zwischen dem, was das Gerät aushält, und dem, was es dauerhaft sehen darf. Die Auslegung erfolgt immer gegen den zweiten Wert.

Die Ausführung mit IP 65 nennt als einzige eine Medienangabe: 20 bis 750 mm²/s beziehungsweise NLGI 000. Sie ist damit ausdrücklich für Öl und Fließfett vorgesehen und nicht für ein NLGI-2-Fett. Warum die Konsistenzklasse hier eine harte Grenze und keine Empfehlung ist, behandelt unser Beitrag zu den NLGI-Klassen.

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