Weniger Reibung & Energieverbrauch
Effiziente Schmierung reduziert Reibverluste und senkt den Energiebedarf der Antriebe.
Saubere Ketten
Gezielte Applikation vermeidet Schmutzaufbau – weniger Reinigungsaufwand, längere Standzeiten.
Planbare Wartung
Kontrollierte Dosierung und dokumentierte Zyklen machen Wartung kalkulierbar.
Wissen
Weiterführende Inhalte
Regelwerke und was sie bedeuten
Ketten und Förderbänder sind die Schmierstellen, an denen in einer Verpackungslinie am meisten falsch gemacht wird – weil der sichtbare Teil der Kette nicht der Teil ist, der geschmiert werden muss.
| Stelle | Was dort passiert |
|---|---|
| Bolzen und Buchse | der eigentliche Verschleißort: hier entsteht die Längung der Kette |
| Rolle und Buchse | Abrollreibung, geringerer Anteil |
| Rolle und Zahn | Eingriffsreibung am Kettenrad |
| Außenlasche | kein Verschleiß – hier landet der meiste aufgetragene Schmierstoff |
Der Schmierstoff muss in das Gelenk, nicht auf die Kette
Die Kettenlängung entsteht im Spalt zwischen Bolzen und Buchse. Dorthin gelangt Schmierstoff nur durch Kapillarwirkung, und die funktioniert mit dünnflüssigem Öl, nicht mit Fett: Fett bleibt außen liegen, sieht nach Schmierung aus und erreicht das Gelenk nicht. Auf einer schnell laufenden Kette wird es zusätzlich abgeschleudert.
Daraus folgen zwei Regeln. Erstens: Öl statt Fett, sofern die Kette nicht ausdrücklich für Fettschmierung ausgelegt ist. Zweitens: an der Innenlasche auftragen, auf der lastfreien Seite, damit das Öl Zeit hat einzudringen, bevor die Kette wieder unter Last kommt.
Kleine Mengen häufig
Eine große Ölmenge in langen Abständen wird zum größten Teil abgeschleudert und landet auf Boden, Produkt und Verpackung. Kleine Mengen in kurzen Abständen halten den Film im Gelenk und reduzieren zugleich den Verbrauch – das ist derselbe Zusammenhang wie bei allen schnell bewegten Schmierstellen und der Grund, warum hier eine getaktete Anlage einer manuellen Gabe deutlich überlegen ist.
Die Kettenlängung ist das Maß für den Erfolg: sie lässt sich an der Kette messen und ist die einzige belastbare Rückmeldung darüber, ob die Schmierung ihr Ziel erreicht. In der Lebensmittelverpackung kommt die Anforderung an den Schmierstoff hinzu – dort gilt, was unter Lebensmittelindustrie beschrieben ist.